Frauenfußball in Niedervorschütz

1978 bis 1983

1978 begannen Änne Kinnback und Gustav Walter eine Mannschaft zusammen zu stellen. Später wurden eine Mädchen- und eine Frauenmannschaft gebildet. Teilweise nahmen sogar zwei Frauenmannschaften am Spielbetrieb teil. Erster Trainer war Gustav Walter, Betreuerin war Brigitte Köbberling. Werner Völker übernahm zur Serie 1982/1983 das Traineramt der Frauenmannschaft von Gustav Walter, der Trainer der Mädchenmannschaft wurde. Änne Kinnback übernahm zur Rückserie der Saison 1982/1983 das Amt der Betreuerin von Brigitte Köbberling.

Eines der ersten Mannschaftsfotos auf dem Sportplatz 'An der Schneid' aufgenommen

hintere Reihe von links: Adelheid Köbberling, Heike Lange, Brigitte Schmidt, Brigitte Hühne, Renate Gries, Angelika Gries
vordere Reihe von links.: Ute Geiser, Susanne Walter, Jutta Köbberling, Heidrun Rösler, Rita Leonhardt
vorne: Änne Kinnback

Die erste Serie

Nach einem Jahr der Vorbereitung mit intensivem Training und zahlreichen Freundschaftsspielen nahm in der Saison 1981/1982 zum ersten Mal in der Geschichte des SC Niedervorschütz eine Frauenmannschaft an offiziellen Meisterschaftsspielen in der Kreisliga Gruppe II teil.

Nach zwei knappen Auftaktniederlagen kam die Mannschaft immer besser in Schwung. Nach Beendigung der Vorserie belegte sie bei drei Siegen und drei Niederlagen den 4. Rang. Das Punktverhältnis war mit 6:6 ausgeglichen, während die Tordifferenz bei 20:17 positiv ausfiel. In der Torschützenliste führte Adelheid Köbberling mit neun Treffern vor Angelika Gries mit acht Toren.

Es wurde ein Vorserienabschlussfest, eine Nachtwanderung bei Schnee sowie eine Weihnachtsfeier veranstaltet, die gut besucht und der Kameradschaft sehr zuträglich waren.

Bei der Mannschaftssitzung am 18.12.1981, bei der 22 aktive Spielerinnen anwesend waren, wurde Brigitte Köbberling mit Mehrheit als Betreuerin bestätigt. Ebenso Manfred Arbert als Betreuer. Ursula Völker wurde als 1. Spielführerin, Brigitte Hühne als 2. Spielführerin gewählt.

Zu Ostern hatten wir Gäste vom TSV Ihmert aus der Nähe von Iserlohn. Die Frauenmannschaft unterlag knapp mit 1:2, während eine Kombination aus Altherren und 1. Mannschaft gegen die männlichen Gäste mit 6:1 gewinnen konnte. Das geplante Zeltlager allerdings endete wegen Regen als Nachtlager in unserem  Sporthäuschen.

Am Ende der Serie 1981/1982 belegte die Mannschaft hinter Wabern und Großenenglis den 3. Tabellenplatz mit 14:10 Punkten und 35:30 Toren!

Nach Abschluss der Meisterschaftsspiele wurden noch einige Freundschaftsspiele ausgetragen, an einem Turnier in Körle teilgenommen sowie im Bezirkspokal mitgespielt. Zum Saisonabschluss wurde eine Tagessfahrt mit dem Bus zum TSV Ihmert gemacht. Das dort ausgetragene Freundschaftsspiel ging mit 1:0 verloren. Mit diesem Spiel beendete Gustav Walter seine Tätigkeit als Trainer der Frauenfußballmannschaft. Neuer Trainer wurde Werner Völker.

Auszug aus dem Bericht von Brigitte Köbberling zur Jahreshauptversammlung 1982

hintere Reihe von links: Änne Kinnback, Angelika Gries, Jutta Köbberling, Ute Geiser, Brigitte Hühne, Renate Gries
vordere Reihe von links: Rita Leonhardt, Simone Schmidt, Claudia Beck, Brigitte Schmidt, Adelheid Köbberling, Martina Wenzel

Der ersten großen Erfolg

Die Serie 1982/1983 schloss die Frauenfußballmannschaft als Meister ab. Bereits als Herbstmeister - mit einem Punkt Vorsprung gegenüber dem Kreisrivalen aus Körle - in die Winterpause gegangen, wurde in einem Entscheidungsspiel in Zennern gegen Metze mit einem 4 : 1 Sieg alles klar gemacht.

Am Dienstag, dem 7. Juni 1983 traf die Frauenmannschaft des SCN in Zennern beim Entscheidungsspiel um die Kreismeisterschaft auf die Mannschaft aus Metze. Unsere Mannschaft führte durch eine hervorragende Leistung in er ersten Halbzeit die Entscheidung herbei. Von Anfang an lief alles für den SCN. So war noch keine Minute gespielt als Adelheid Köbberling einen Torwartfehler zum 1 : 0 nutzte. Nur acht Minuten später nahm wiederum Adelheid Köbberling einen langen Pass auf, überlief die gesamte Abwehr und schob den Ball am gegnerischen Torwart vorbei zum 2 : 0 ins Netz.

Diesen Schock verdaute Metze bis zum Spielende nicht mehr, zumal die SCN-Frauen sofort nachsetzen und mit ihren pausenlosen Angriffen für ständige Verwirrung sorgten. Als besonders gefährlich erweis sich die Flügelzange Köbberling/Rösler, die meisten von Angelika Gries immer wieder geschickt eingesetzt wurde und kaum zu bremsen war. In der für Metze sicherlich nervenaufreibenden Abwehrschlacht unterlief einer Spielerin des TSV in der 21. Minute ein Handspiel im Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelte Susanne Walter zum 3 : 0. Das 4 : 0 in der 30. Minute durch Angelika Gries war der Schlusspunkt einer bravourösen ersten Halbzeit.

Nach der Pause tat der SCN nicht mehr als nötig, so dass Metze etwas stärker wurde und in der 65. Minute per Freistoß den Ehrentreffer erzielte. Nicht zuletzt wegen diesem Spiel kann man sagen, dass mit dem SCN die stärkste Mannschaft dieser Gruppe Meister und Aufsteiger in die Bezirksklasse wurde. Das Team von Trainer Werner Völker hatte sich den Aufstieg als Saisonziel gesetzt und führte auch während der Saison dauernd die Tabelle an. Die Vorrunde beendete man als Herbstmeister mit 19 : 4 Toren und 9 : 1 Punkten, dicht gefolgt von Körle und Metze, allerdings fiel Körle dann zurück. In der Rückrunde kam die Mannschaft auf 23 : 3 Tore und 8 : 2 Punkte, was aber zur alleinigen Tabellenführung nicht reichte, da die drei Punkte ausgerechnet gegen Metze abgegeben wurden. So nütze auch das beeindruckende Torverhältnis von 42 : 7 nichts. Also musste man extra nach Zennern fahren, um unter dem Knallen der Sektkorken die Meisterschaft zu feiern. Zu den ersten Gratulanten gehörten neben der Klassenleiterin auch die Spielerinnen aus Metze, die sich als faire Verlierer zeigten und die ihrerseits immerhin die Vizemeisterschaft als Erfolg verbuchen konnten.

Folgende Spielerinnen kamen während der Saison zum Einsatz:
Carola Arbert, Änne Kinnback, Susanne Walter, Jutta Köbberling, Ursula Völker, Heike Lange, Sabine Geiser, Angelika Gries, Brigitte Hühne, Renate Gries, Gerlinde Lengemann, Adelheid Köbberling, Elke Dittmar, Birgit Herwig, Anneliese Döring, Brigitte Schmidt und Heidrun Rösler.

Am Erfolg genauso beteiligt sind Werner Völker als Trainer, Jörg Nürnberger als 2. Trainer sowie das Betreuerduo Änne Kinnback und Manfred Arbert, die nun dafür sorgen wollen, dass auch der Kreispokal seinen Platz neben der Meisterschaftsurkunde findet.

Mannschaftsfoto der Meisterinnen 
Foto: Siemon

hintere Reihe von links: Trainer Werner Völker, Elke Küchmann, Liane Arbert, Elke Dittmar, Carola Arbert, Co-Trainer Jörg Nürnberger
mittlere Reihe: Ursula Völker, Susanne Walter, Adelheid Köbberling, Renate Gries. Heike Ries, Gerlinde Lengemann
vorn von links: Betreuerin und zweite Torfrau Änne Kinnback, Sabine Geiser, Angelika Gries, Brigitte Hühne und Jutta Köbberling
Es fehlen: Heike Lange, Heidrun Rösler, Brigitte Schmidt